Die stille Saison - Eine Fotoreportage von der Ostseeküste

Anfang November verändert sich die Ostsee schlagartig. Der Sommerlärm ist verflogen. die Touristenströme sind abgerauscht - jetzt beginnt für die Küstendörfer und Hafenorte an der Kieler Förde die Zeit des Durchatmens. Für diese Bildserie habe ich mich an einem typisch Norddeutschen Herbsttag auf Spurensuche im Hafen und am Strand begeben: dorthin, wo die Landschaft, die Architektur und die Menschen nach den heißen Monaten tief Luft holen.

Der Hafen von Laboe

Mein erster Stopp führt mich an den kleinen Hafen in Laboe. Im kühlen Herbstlicht zeigt sich der Ort von einer völlig unaufgeregten Seite. Wo vor wenigen Wochen noch Hochbetrieb herrschte, wird nun aufgeräumt. Die ersten Yachten stehen an Land, die Steganlagen wirken weit und offen. Ohne das Sommertreiben treten die klaren Linien der Schiffe, die Spiegelungen im ruhigen Hafenbecken und die ehrliche, maritime Textur des Ortes in den Vordergrund.

Raum für das Wesentliche

Die Fotoreportage fängt diesen besonderen Zwischenzustand des Oktobers an der Ostsee ein. Der Herbst bietet als Übergangszeit eine ganz eigene, ungeschminkte Ästhetik: ruhig, klar und fokussiert auf die Spuren, die eine arbeitsreiche Saison hinterlässt. Viel Spaß beim Eintauchen in die Bildserie und beim Entdecken dieser ganz besonderen Küstenstimmung.

Zwischen Saisonende und Herbstwind

Weiter geht der Weg entlang der Strandpromenade Richtung Ehrenmal. Verriegelte Holzluken an den Kiosken, in Planen gehüllte Strandkorb-Depots und leere Bänke prägen das Bild Ende Oktober. Aber nicht alles hat zu oder ist verlassen: Ein Fischbrötchen bekommt man noch am Hafen, auch haben einige Geschäfte geänderte Öffnungszeiten, um sich dem Winterbetrieb anzupassen.

Wenn die Touristenströme weg sind, erobern sich verinzelt Einheimischen ihren Strand zurück. Ab jetzt gilt: Für echte Küstenkinder gibt es kein schlechtes Wetter – nur die pure, raue Ostsee.

Ortswechsel zum Stakendorfer Strand

Auch hier bei den Fischerhütten ist die Saison vorbei. Aber ein leckeres Fischbrötchen gibt es zum Glück immer noch!

Ein weiteres Highlight der Nebensaison: Jede Menge Platz auf dem Parkplatz, und das aktuell für 3 Euro.

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